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Prüfantrag zum konkreten Klimaschutz in Schwerte

Prüfantrag zum konkreten Klimaschutz in Schwerte:

Die Verwaltung prüft die Umsetzbarkeit nachfolgender Einzelpunkte für die Stadt Schwerte und ihre Beteiligungsgesellschaften.Für die Bürger und ortsansässigen Firmen werden, wenn möglich, Anreizmodelle entwickelt, die die Umsetzung auch in der Bürgerschaft und in den Firmen erstrebenswert machen.

Die Verwaltung legt nach erfolgter Prüfung aller eingehenden Vorschläge eine durch möglichst viele weitere Maßnahmen erweiterte Liste vor. Die Liste enthält je Einzelpunkt einen Zeitrahmen der voraussichtlichen Umsetzung und einen regelmäßig zu aktualisierenden Sachstand der Umsetzung.

Anschließend wird die Liste dann durch den zustimmenden Beschluss im AISU und Rat zur Umsetzung freigegeben.

Die Verwaltung wird beauftragt beschlossene Maßnahmen aktiv und verantwortungsvoll finanziell, insbesondere mit Blick auf eine Fördermittelausstattung, sowie kalkulatorisch und rechtlich zu begleiten

 

Maßnahmenvorschläge im Einzelnen:

  1. Solaranlagen auf allen öffentlichen Gebäuden
  2. Garagendächer / Flachdächer extensiv begrünen, dann Entlastung bei den Abwassergebühren
  3. Firmen ansprechen, ob Flachdächer begrünt werden, Entlastung bei den Abwassergebühren
  4. Der Gewässerschutzbeauftragte erhält die Aufgabe zusammen mit der SEG ein Konzept zur Reduzierung des Regenwasserabflusses und zur Grundwasseranreicherung für das gesamte Stadtgebiet zu entwickeln.
  5. Bepflanzungen: Freiflächen an Gebäuden sind intensiv und dauerhaft zu begrünen und dürfen nur noch ohne Anschluss an das Entwässerungsnetz erstellt werden. Die Geh- und Stellplatzflächen sind mittels Versickerung zu entwässern.
  6. Das Marienkrankenhaus ist aufzufordern die zur B 236 liegende „Steinwüste“ am Parkhaus in einen Grünbereich umzubauen. Die seinerzeit erteilte Baugenehmigung ist unter Berücksichtigung der heutigen Notwendigkeiten aufzuheben und neu zu fassen.
  7. Ersatzpflanzungen auch an Straßen – mit schmalkronigen Bäumen
  8. Städtische Grünflächen nicht mehr komplett mähen, sondern mittig eine „Insel“ mit Wildblumen wachsen lassen
  9. Bei der Überplanung von Flächen künftig auf die Begrünung achten (z. B. Werner-von Steinem-Platz mit drei Bäumen versehen)
  10. Anlegen von Baumscheiben und Bauminseln (evtl. Patenschaften)
  11. Die im Stadtgebiet bestehenden Bauminseln sind zu bepflanzen
  12. Heizung Bauhof umstellen auf Holzhackschnitzel (Häckselgut vom Bauhof könnte genutzt werden)
  13. Entsiegelung von Flächen
  14. Begrünung von Verkehrsinseln – bei Neuanlagen
  15. Verbesserung der Busverbindungen in andere Städte
  16. Lieferverkehr umstellen / optimieren
  17. Springbrunnen in Schwerte (nicht notwendigerweise Kunstwerke), ggf. Bachlauf vom Stadtpark weiterführen
  18. Während Hitzeperioden morgens die Straßen mit Wasser sprengen
  19. Die Flutlichtanlagen der Schwerter Sportplätze und Sportanlagen werden auf besonders energieeffiziente LED Flutlichtanlagen umgerüstet.
  20. Fuhrpark der städtischen Fahrzeuge umstellen auf Erdgas, Wasserstoff, Elektro
  21. Fahrradgaragen an den Park and Ride Parkplätzen der Autobahnen (Schwerte Ergste und A1)
  22. Blühstreifen am Rand der landwirtschaftlichen Nutzflächen
  23. Aufforstung der Städtischen Flächen; Neuanlage eines Waldes – als Aktion „Wir pflanzen einen Wald“, um die Bürger mitzunehmen
  24. Mehr Pendlerparkplätze in Autobahnnähe, evtl. Mitfahrerzentrale
  25. Wiederherstellung bzw. Neueinrichtung der Bahnhaltepunkte Geisecke, Schwerte-Ost, Westhofen
  26. Es werden Schnellradwege von den Schwerter Ortsteilen in die Schwerter Innenstadt und zum Bahnhof in Schwerte gebaut. Die Radwege sollten beleuchtet und möglichst ampelfrei gebaut werden.
  27. Die innerstädtischen Straßen, die als Erschließungsstraßen und Schleichwege fungieren werden emissionsmindernd und verkehrsberuhigend als Fahrradstraßen mit der Höchstgeschwindigkeit 30 km/h und einer eindeutigen Vorfahrtsregelung für Fahrräder ausgewiesen.
  28. Kombinierte Lärmschutz- und Abgasprüfungen in allen Ortsteilen, dann Ableitung von Maßnahmenan zur gleichzeitigen Reduzierung von Abgas und Lärmemissionen.
  29. Emissions- und Lärmmindernd: Abbindung der Heidestraße
  30. Zur Reduzierung der Geschwindigkeiten in Kreuzungsbereichen die Rechts-vor-Links – Regelung wo möglich im Kommunalstraßenbereich durchsetzen.
  31. Aus Sicherheitsgründen sollen alle Ampeln mit Lichtzeichen auf einer Höhe von ca. 1,5 m ausgestattet werden um die Erkennbarkeit der Leuchtanzeige zu verbessern.
  32. Der Ausbau der Geh-Wege und örtlichen Fahrbereiche mit geringem LKW-Anteil soll grundsätzlich mit versickerungsfähigem Pflaster oder, falls die Anforderungen gering sind, lediglich in „Wassergebundener Decke“ erfolgen. Der Ausbau der Straßen und Wege mit bituminöser Oberfläche fördert nur hohe Fahrgeschwindigkeiten und ist ökologisch bedenklich.
  33. Fahrbahndecken: Zur Reduzierung der Aufheizung kann man auch sogn. „Aufheller“ nehmen. Das sind weiße Kalkbestandteile im Bitumen, die dafür sorgen, dass die Fahrbahn heller und damit reflektierender (auch sicherer) wird. Diese werden wegen etwas höherer Kosten ungern genommen, es wirkt aber sehr gut und hellt auch besonders in der dunklen Jahreszeit die Fahrbahn auf. Forderung: 40 % Aufheller im Asphalt.
  34. Die Sanierung des Rathauses soll unter Klimaaspekten erfolgen
  35. Gebüdesanierungen sollen unter dem Gesichtspunkt der Feinstaubbindung in Anlehnung an die Sanierung des Rathauses in der Stadt Venlo erfolgen. Es ist zu prüfen an welchen Gebäuden der Stadt eine analoge Gestaltung erfolgen kann. Auf folgende Aufnahme (aus dem Internet) weisen wir besonders hin und empfehlen eine Besichtigung vor Ort mit Führung (auch des Innenbereiches) durch einen Bediensteten der Stadt Venlo:

( Aus dem Internetauftritt der Stadt Venlo / NL)

 

  1. Überprüfung aller Ampelphasen zur Reduzierung der Abgasbelastung auf dem Schwerter Stadtgebiet.
  2. Prüfen der Einrichtung von Fahrradstraßen mit der Unterordnung des Autoverkehrs in den Straßen, die über eine parallele Achse verfügen: Insbesondere im Bereich der Schulen sollten solche Straßen ausgewiesen werden. („Die Eltern müssen die Kinder nicht mit dem SUV bis ins Klassenzimmer fahren, wie es beispielsweise oft an der Heideschule zu beobachten ist.“)
  3. Klimavorschläge der Bürger erfragen – Preis ausloben

 

Gründe und Motivation:

Die Notwendigkeit sich des Themas „Klimaschutz“ in einem nachhaltigen Rahmen anzunehmen ist mittlerweile durchgehend erkannt.
Der mögliche Erfolg wird sich wie in der Vergangenheit, so auch in der Zukunft feinteilig mit vielen konkreten Einzelmaßnahmen einstellen.

Übrigens: Maßnahmen sind nicht immer nur teuer: Es gibt auch Beispiele für Kostenoptimierungen: Zur Zeit entfällt beispielsweise ein großer Teil des Strombedarfs der Schwerter Sportplätze auf den Betrieb der Flutlichtanlagen mit Halogengasleuchtmitteln. Eine Umrüstung der Anlagen auf moderne LED Technik führt neben einer erheblichen Einsparung von Energie auch zu einer finanziellen Entlastung der Vereine.

Eine Priorität:

Schnellradwege von den Ortsteilen in die Innenstadt/Bahnhof: Um die vielgenannte Mobilitätswende vom individuellen Autoverkehr hin zu alternativen Verkehrsmitteln wie Fahrrad und dem ÖPNV zu fördern ist es nötig die Attraktivität dieser Verkehrsmittel zu steigern. Schnellradwege von den Ortsteilen in die Innenstadt und zum Bahnhof können dazu beitragen den Zeitverlust gegenüber dem Auto einzudämmen und ein sicheres Fahren zu ermöglichen.

Die Schnellwege sollten ausreichend breit sein, um überholen leicht zu ermöglichen und vom restlichen Verkehr getrennt sein, um ein sicheres Fahren zu ermöglichen, beleuchtet und im Winter geräumt sein, um fahren zu jeder Jahreszeit möglich zu machen.

Aufforderung: Es ist ausdrücklich gewünscht diese Liste durch weitere Punkte – und laufend – zu ergänzen.

 

 

Andreas Czichowski                                         gez. Thomas Keuthen
WfS Fraktionsvorsitzender                                  Sachkundiger Bürger für die WfS im AISU

gez. Jonas Becker                                              gez. Andreas Becker
Stellv. WfS Fraktionsvorsitzender                      Stellv. Sachk. Bürger für die WfS im AISU

 

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